Fragen? Antworten! Siehe auch: Alternativlos
Und wo geht dann die Kohle hin? In "KI"-Projekte. Kannste dir nicht ausdenken.
Das sind DIE HIER, falls jemand das vergessen hat.
Wie man so eine Giftpille richtig aufsetzt, demonstriert gerade Disney mit Florida. Und zwar regiert in Florida einer der übelsten Betonköpfe, die die Republicans gerade zu bieten haben. Ein schmieriger Höhlentroll namens DeSantis. Der fährt unter anderem eine transfeindliche Agenda und wollte für seinen Kollegen mal so richtig schön seine Transfeindlichkeit demonstrieren, indem er sich mit Disney anlegt, die eine eher progressive Agenda vertreten, nicht zuletzt weil die Disney-Erbin sich kürzlich als trans geoutet und DeSantis kritisiert hat.
Daraufhin wollte dieser kleine hässliche Mann Disney mal zeigen, was eine Harke ist, und brachte ins Gespräch, den Sonderstatus für den Reedy Creek Improvement District wegzunehmen. Das ist ein Deal aus den 1960er Jahren. Disney hat seinen Disneyworld-Rummelpark da im Wesentlichen im Sumpfland hochgezogen, wo vorher weit und breit nichts war. Allen war klar, dass das massiv Touristen bringen und Arbeitsplätze schaffen würde, also waren sie in einer guten Verhandlungsposition. Die haben sie genutzt, um sich da eine Kommune mit weitreichender Unabhängigkeit vom Bundesland Florida zu installieren. So unabhängig, dass Disney u.a. das Recht hat, dort ein Atomkraftwerk zu betreiben (Walt Disney war Futurist und Scifi-Fan und fand Atomenergie geil; zum Bau davon kam es aber nie). Disney kümmert sich selbst um Straßen, Strom, Feuerwehr und so, und muss dafür dann keine Steuern an das Bundesland dafür abführen.
DeSantis und seine Troglodyten haben jetzt ein Gesetz gemacht, um diesen Sonderstatus zu canceln.
Und Disney hat dann mal ihre Akten gewälzt und eine Klausel gefunden, dass Florida bei Aufkündigung des Sonderstatus etwaige ausstehende Schulden der Sonderwirtschaftszone an die Gläubiger auszahlen muss. Und das wären ungefähr eine Milliarde Dollar gerade.
Das, meine Damen und Herren, ist eine amtliche Giftpille.
Die Frage ist jetzt, wieviel Steuereinnahmen Florida aus Disney herauspressen könnte, d.h. wie schnell man die Milliarde wieder drin hätte. Das weiß ich natürlich auch nicht. Vielleicht reicht das nicht als Abschreckung. Mal gucken.
Dass ich hier mal Disney verteidigen würde, hätte ich auch nicht gedacht.
Beim Recherchieren über mögliche Gründe stieß ich auf diesen Economist-Artikel zum potentiellen Swift-Rausschmiss Russlands.
Und da stehen gar interessante Dinge drin. Stellt sich nämlich raus: Schon 2014 bei der Krim-Nummer hat der Westen Russland mit Swift-Rausschmiss gedroht. Die Russen haben das wohl gehört und einen Konkurrenz-Abwickler namens SPFS gebaut. Nun hat man bei so einem Zahlungs-Nexus natürlich Netzwerkeffekte, d.h. je mehr Banken da drin sind, desto wertvoller ist das. Und bei SPFS sind natürlich nur eine Handvoll von Banken. Dennoch: Der Economist meint, wenn man Russland jetzt von Swift abklemmt, dann schwenken die halt auf SPFS und das wird dann halt langsam besser. Außerdem gäbe es dann einen handfesten Grund für mehr Investitionen in SPFS, was es mittelfristig zu einer echten Alternative zu Swift machen würde.
Ja gut, aber ist das nicht egal? Dann gibt es halt eine Alternative zu Swift.
Naja, wartet mal. Swift steht in Belgien, d.h. im goldenen Westen. Nehmt mal nicht für eine Sekunde an, dass da nicht einmal alle westlichen Dienste ihren Rüssel in diesen Trog gesteckt haben. Wenn Russland nicht mehr auf Swift abhängt, dann gehen denen ihre Pfründe verloren.
Aber wartet, der beste Absatz kommt erst noch:
Last, using SWIFT as a weapon against Russia could hurt long-term American interests. America holds sway over international finance thanks to the dollar’s dominance and its pre-eminent role in global settlement systems. Further politicising SWIFT would give China an incentive to bolster CIPS, its rival to SWIFT for cross-border payments in yuan. It would also help China court any country with uneasy relations with America looking for alternatives. It already counts some big foreign banks as members. By late 2021 it had a daily average volume of transactions of 310bn yuan ($50bn)—well behind SWIFT’s estimated $400bn but nearly double the volume of a year before.
Oh ach SO ist das! Es geht hier um die zukünftige Dominanz des Dollars als "world's reserve currency"!Ja gut, DANN kann man Swift natürlich nicht gefährden, indem man die Russen rausschmeißt. Das trumpft alle anderen Überlegungen. Wenn der Dollar nicht mehr die Reservewährung der Welt ist, dann können die Amis nicht mehr unbegrenzt Dollars nachdrucken, ohne dass ihr Land die Kosten der Inflation tragen muss.
Update: So einfach scheint die Lage nicht zu sein. Mehrere Medien berichten, dass die Amerikaner sauer sind, dass Deutschland die Swift-Abklemmung verhindert hat. Vielleicht sehen die Amerikaner das als "wenn wir es jetzt nicht nutzen, ist der Zug abgefahren"?
Nun, völlig überraschend (ich weiß, ich weiß!) geht mit Luca Profilbildung und natürlich hat sofort Vater Staat mit beiden Händen in den Datentopf gelangt.
Lasst euch bitte nicht von dem "ohne Rechtsgrundlage" verarschen. Das ist für Innenminister bloß Code für "machen wir halt eine Rechtsgrundlage". Wenn man will, dass die Leute diese App einsetzen, dann darf darüber keine Profilbildung möglich sein, egal wie verlockend die Stasi 3.0 das findet.
Update: Ihr habt alle völlig Recht. Dies ist eine exzellente Gelegenheit, den schönen Spruch des Verfassungsgerichts nochmal zu zitieren. Wo ein Trog ist, sammeln sich Schweine.
Die Antwort ist: Aber ja doch, klar, selbstverständlich!
Gut, hätte man auch selbst drauf kommen können. Der Staatsschutz ist ja für "politische Straftaten" zuständig.
Genau wie der Trog die Schweine anzieht, und der Geheimdienst die Kriminellen, und die Politik die Lügner und Blender, und das Amt des Innenministers die Law and Order-Unterdrückungsstaatfetischisten, ... genau so attraktiv ist der Staatsschutz für Rechtsextreme, die mal völlig legal ihre Triebe ausleben und Linke verfolgen wollen. Meine Überraschung hält sich daher gerade in Grenzen.
Und natürlich mit der üblichen Lügentaktik.
Neben Mord und Totschlag, schwerem Raub oder gefährlicher Körperverletzung finden sich in der Liste durchaus weniger gravierende Straftaten: wie Beleidigung, unerlaubtes Entfernen vom Unfallort und Diebstahl. Drei Fälle betrafen Vermisstensuchen. Strafverfahren wurde bis Ende Juli keine eingeleitet.Naja gut, aber sie werden ja wenigstens die Leute benachrichtigt haben, deren Daten sie hier vergewaltigt haben?
Das Ministerium betont die "Berücksichtigung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit", eine Benachrichtigungspflicht jener Gäste, deren Daten man einsah, bestehe nicht.Natürlich nicht! Wo kämen wir da hin! Denn die Strategie sieht ja vor, dass man sich tot stellt, und hofft, dass es erst auffliegt, wenn die Leute keinen Puls mehr deshalb kriegen.
Wer wählt eigentlich immer und immer wieder diese CSU-Typen ins Amt in Bayern? Seid ihr alle ein bisschen doof, dass ihr das nicht merkt, was das für Verbrecher sind?
Ich meine, wenn die wenigstens ihre Strategie ab und zu ein bisschen ändern würden, damit man sagen könnte, ihr habt es nicht gemerkt, weil sie euch diesmal anders verarscht haben als sonst. Aber nein! Machen sie ja nicht! Immer dieselbe Masche!
Kompromissvorschlag: Wählt lieber die Bayernpartei. Spaltet euch ab. Der Rest des Landes kann dann endlich ein Tempolimit auf der Autobahn einführen. Ihr könnt da in Bayern euren Faschismus ausrollen. Und wir müssen nicht mehr eure Seehofers und Scheuers ertragen.
Da habt ihr euch getäuscht! Denn bisher war es ja nicht explizit erlaubt, neben den neuen Kommunikationsvorgängen auch die alten auszuspähen. Diese Regulierungslücke wird jetzt geschlossen!1!!
Die zweite Methode, auf die man sich in Berlin inzwischen geeinigt hat, ist eine Neuschöpfung: die sogenannte "Quellen-TKÜ plus". Die Idee lautet, dass die Agenten nicht nur die laufende Kommunikation mitlesen, sondern auch rückwirkend von dem Moment der Bewilligung dieser Spionagemaßnahme an alte Kommunikation ausforschen dürfen. Das bedeutet einen Zugriff auf gespeicherte Mails und Chats. Die Ermittler werden rechtlich so gestellt, als hätten sie sofort nach Erteilung ihres Auftrags loslegen können - und nicht erst Zeit verloren durch das technisch aufwendige Infiltrieren des Geräts.Och joh, die armen Beamten des Überwachungsstaat verlieren regelmäßig wertvolle Zeit, wenn sie sich in eure Geräte hacken müssen! Eine Runde Mitleid für den armen Unterdrückungsstaat! Wie soll man denn die Leute unmündig halten, wenn man ihnen nicht ordentlich mit krass asymmetrischer Machtausübung drohen kann?
Tja, bei einem Trog von 58 Millionen Smartphone-Nutzern in Deutschland kommen halt auch entsprechend viele besonders hartnäckige Schweine.
Die Amis verbieten in solchen Fällen wenigstens die Verwendung illegal erlangter Beweise vor Gericht. Die Bananenrepublik Deutschland hat nicht mal das.
Viele dieser Firmen haben ja eine kostenlose Version für Privatgebrauch.
Dazu kommt, dass Schlangenöl ja alle eure SSL-Verbindungen aufbeißt und reinguckt. Wegen der Sicherheit und so.
Sag mal, Fefe, das wären doch für die Werbemafia hochgradig wertvolle Datenschätze, oder?
Bei Avast gab es einen Datenreichtum bei deren Geheimverträgen und daher wissen wir jetzt: Wo ein Trog ist, da kommen die Schweine.
They show that the Avast antivirus program installed on a person's computer collects data, and that Jumpshot repackages it into various different products that are then sold to many of the largest companies in the world.
Und weil es so viele Idioten gibt, die sich Schlangenöl installieren, haben die einen enormen Hebel im Markt.Avast claims to have more than 435 million active users per month, and Jumpshot says it has data from 100 million devices.
Na? Ihr habt doch sicher alle brav das Kleingedruckte gelesen, bevor ihr das weggeklickt habt, oder?Oder?
Das ist besonders witzig, weil die amerikanische Variante von unseren "die Bullen" "pigs" ist. :-)
Update: Aber bei uns ist das ja freiheitlich demokratische Rechtsstaatlichkeit. Bei den Russen hingegen ... uiuiuiui!!1!
Hattet ihr da auch so ein ungutes Gefühl? Wo ein Trog ist, da kommen die Schweine?
Stellt sich raus: Das war völlig unbegründet. Die Gefahr war gar nicht, dass die Dienste dann die Telcos hacken und Totalüberwachung machen. Die Gefahr war, dass die Telcos diese Daten einfach illegal weiterverkaufen.
"Around 250 bounty hunters and related businesses had access to AT&T, T-Mobile, and Sprint customer location data, according to documents obtained by Motherboard," the article said. "The documents also show that telecom companies sold data intended to be used by 911 operators and first responders to data aggregators, who sold it to bounty hunters. The data was in some cases so accurate that a user could be tracked to specific spots inside a building."
Home of the Brave! Land of the Free!
Irgendeinen Grund muss es doch geben, egal auf welcher Seite der Barrikaden man jetzt persönlich steht, dass die Projekte anscheinend alle von fiesen weißen Misogynisten und Schwulenhassern geleitet werden.
Meine Projekte sind bisher zu klein, als dass ich da eine Welle aus Troglodyten hätte, gegen die ich Schutzwälle aufbauen müsste, aber zu meinen Usenet-Zeiten erinnere ich mich noch gut an die Wagenburg-Mentalität, die sich von ganz alleine aufbaute, weil gefühlt immer und immer wieder immer neue Idioten reinkamen und ganz selbstverständlich die selbe Scheiße von sich gaben, die vorher schon hundert und tausend Mal widerlegt wurde. Kommt natürlich auf die Gruppe an. Ich rede jetzt von technischen Gruppen.
Auf Mailinglisten war das ähnlich. Ich erinnere mich da an bugtraq und linux-kernel, die ich mal eine Weile abonniert hatte. Das war nicht auszuhalten. Die eine Hälfte der Regulars haben dann halt die Idioten alle ins Killfile getan, aber das hilft nur gegen Idioten, die länger da bleiben, nicht gegen eine Flut von unfähigen Newbies und "bringt mir mal kurz Hacken bei"-Klappspaten. Aus dieser Erfahrung kann ich mir gut vorstellen, dass sich bei größeren Projekten entweder ein Gleichgewicht einstellt, weil die Umgebung eben so lange unfreundlicher und abstoßender wird, bis das Flutproblem weg geht. Oder das Projekt stirbt halt. Oder vielleicht stirbt auch nur die Mailingliste und der einsame Wolf popelt noch insgeheim an seinem Projekt weiter. Oder der einsame Wolf hat unendlich Kraft und Geduld und reibt sich sein Leben lang an seiner Umwelt auf. Ein Schicksal, dass man seinem übelsten Feind nicht wünschen würde.
Für mich als steinalter Regular fühlt sich jedenfalls diese neue Welle aus Inklusivitäts-Schneeflocken genau wie die alte Welle der AOL-Idioten an. Gut, die fordern inhaltlich was anderes, aber praktisch ist da kein Unterschied. Die halten sich 100% im Recht, die Frage stellt sich überhaupt nicht für die, ob sie sich möglicherweise gerade wie Arschlöcher verhalten. Sie kommen rein, stellen Forderungen, und wenn die nicht sofort beantwortet werden — für freie Software, wohlgemerkt, an der niemand was verdient! —, dann kommen sie mit Geld-Zurück-Mentalität und drohen damit, schlechte Bewertungen zu hinterlassen. DIE Art von Person. So "ihr habt euch jetzt gefälligst alle nach mir zu richten"-Leute, die in ihrem Leben noch keine Leistung erbracht haben, außer andere zu drangsalieren. So fühlte sich das damals bei AOL an. Und ich kann da gerade aus der Ferne keinen großen Unterschied erkennen, muss ich sagen. Wenn ihr Schneeflocken euch so sicher seid, dass ihr besser wisst, wie man das macht, dann macht doch mal ein eigenes Projekt. Nein, nicht jemand anderes Arbeit forken. Kommt erst mal dahin, dass ihr Code habt, den jemand forken könnte. Ich kenne kein einziges erwähnenswertes Projekt von solchen Leuten. Nicht eines. Ich kenne die immer nur als marodierende Barbaren, die in anderer Leute Projekten einfallen und alles kaputtmachen und am Ende noch den Code annektieren und abforken wollen, der aus freien Stücken und nobler Grundhaltung der Welt kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Ich habe jetzt eine Weile versucht, Mitgefühl zu entwickeln. Es will mir nicht gelingen.
Dabei ist es so einfach, sich in einem Projekt Respekt zu erarbeiten. Leiste einfach was. Erwarte nichts als Gegenleistung. Problem: Jede Minute über dich oder deine Leistungen reden macht 10 Minuten tatsächliche Leistung kaputt.
Das sind die Regeln.
Niemand schuldet euch die freie Software, und niemand schuldet euch Support für die freie Software, und euch mitmachen zu lassen schuldet euch auch niemand. Wer herkommt und Forderungen stellt, der hat sich sofort 100 Minuspunkte erarbeitet. Daraufhin kriegt der erst Recht keine Hilfe mehr und wird im Gefühl bestärkt, in einer feindlichen Umgebung zu sein.
Ist alles so einfach, und so berechenbar. Niemand verhält sich hier irrational. Idioten wird es immer geben. Sei einfach keiner von ihnen. Ganz einfach!
Der Rant hier kommt daher, dass ich die Tage einen Bug in umatrix filen wollte. Der Autor hat das Bugtracking-System zugemacht. Oben stand klar und deutlich drüber: Keine Bugs für Seiten melden, die man sich kaputtkonfiguriert hat. Und die Leute haben das gesehen und trotzdem lauter solche Bugs aufgemacht. Also hat der Autor das Bugtracking-System zugemacht und jetzt ist es für alle Scheiße. Und ich bin mir fast sicher, dass keiner von denen sich im Unrecht wähnt, oder auch nur verstanden hat, dass er das gerade für alle kaputt gemacht hat. Die legen sich selbst gegenüber das bestimmt genau so zurecht, wie die SJWs sich die Welt zurechtlegen.
Völlig unvermittelt und ohne Provokation hat der fiese weiße Projektmaintainer seine Privilegien über den Github-Account genutzt, um mich zu unterdrücken, indem er meine Bugs nicht mehr annimmt! Da sieht man mal wieder, dass das nichts wird mit alten weißen Männer, die ihre Privilegien nicht gecheckt haben!1!!
Update: Kris hat einen "Gegenrant" dazu gemacht. Über den hab ich mich inhaltlich so geärgert, dass ich ihm eine lange böse Mail geschickt habe :-)
Es geht direkt mit einem Strohmann los, "programmers are able to do anything just because they are able to do one thing". Ich hatte tatsächlich das genaue Gegenteil davon behauptet. Dann fand ich seine Übersetzung an einer Stelle doof, aber Schwamm drüber. Auffällig fand ich, dass die Situation, die er beschreibt, genau die ist, die ich auch beschrieben habe. Nur dass er sie sich schönredet. Ich habe auch auf Mailinglisten und in Newsgroups rumgehangen und sogar die FAQ erstellt und geupdated. Ich habe wie Kris pro Tag 60 Minuten oder so damit verbracht, die Postings durchzugehen und jeweils den Link auf den FAQ-Eintrag zu mailen. Natürlich haben wir den Leuten auch erklärt, dass hier alle unentgeltlich arbeiten, und dass das ein Community-Projekt ist, und sie herzlich zum Mitmachen eingeladen sind, und zwar nicht nur Patches sondern auch Dokumentation und Community Management. Jeder nach seiner Fasson.
Aber aus meiner Perspektive ist das ein Todesmarsch durch die Wüste der Verdammnis. Eine Stunde pro Tag, die dir niemand zurück gibt. Klar hatte ich damals auch ein paar "Jünger", die das gut fanden und mitgeholfen haben. Aber im Wesentlichen habe ich da wie Sisyphos einen großen Stein einen Berg hochgerollt, und kam nicht voran.
Kris schildet genau das selbe, aber fokussiert sich auf die positiven Aspekte. Aus meiner Sicht ist das eine enorme Leistung, sich so zu bullshitten, dass man dieses nie endende Jammertal jahrelang erdulden kann, und am Ende noch der Meinung ist, man habe etwas zum Besseren gewandelt. Ich bin Kris übrigens ewig dankbar für seine Arbeit in de.comp.lang.php, denn die ganzen PHP-"Entwickler", die er da nicht rausgeekelt hat, sondern mit seiner Inklusivität ins Boot geholt hat, die haben die Altlasten hinterlassen, mit deren Aufräumen ich heute mein Brot verdiene :-)
Aber mit meiner ursprünglichen Fragestellung hat sein PHP-Community-Zeug nichts zu tun, denn er hat da eine User Community gepflegt. Bei vim (dem Editor) haben wir relativ früh die Mailingliste gespalten, in "für Developer" und "für User". Das hat gut funktioniert, weil die User-Fragen nicht mehr die Developer vom Arbeiten abgehalten haben. Aber ob da jetzt ein Kris bei der User-Mailingliste mithilft oder nicht, das spielt für meine Fragestellung keine Rolle, weil meine Frage ist, was man von den Autoren einer freien Software erwarten kann.
Ich bleibe bei meiner Linie, dass man von Fragestellern ein Mindestmaß an Respekt erwarten kann. Und dazu gehört: Filed keine Bugs, die schon jemand anderes gefiled hat. Stellt keine Fragen, die in der FAQ beantwortet werden, oder die im Archiv der letzten Woche schon mal beantwortet wurden. Nervt nicht rum, wenn euch niemand hilft, sondern versteht, dass das alles Freiwillige sind und bietet daher lieber von euch aus Hilfe an, als von anderen Hilfe einzufordern.
Bislang ist dies nur bei einer Reihe von Straftaten wie bei der Bildung terroristischer Gruppen, Mord oder sexuellem Missbrauch möglich. …Tja wie das so ist. Wo ein Trog ist, da kommen die Schweine.
Update: Öh, der Link wirft jetzt plötzlich 404. Ich habe den nicht falsch gepasted, auch der Link aus meiner Browser-History wirft jetzt 404. WTF? Meldung zurückgezogen oder was? Sorry. SWR dazu, Rheinische Post dazu.
Update: Ein Einsender kommentiert:
zur Verschärfung des Einbruchsparagraphen möchte ich noch anmerken, dass die Strafe nun genauso hoch ist wie bei Raub, d.h. es macht für den Profitäter keinen Unterschied mehr ob er einen angetroffenen Wohnungsinhaber niederschlägt oder sofort flieht - für den Wohnungsinhaber allerdings schon.
Update: Netzpolitik.org dazu:
Knickt Maas jedoch vor de Maizière ein, wird die Funkzellenabfrage endgültig zum Alltag. Wenn bei jedem Wohnungseinbruch 30.000 Handys in der Umgebung abgefragt werden, eine übliche Hausnummer, dann landen Aufenthaltsort und Handydaten aller Einwohner regelmäßig bei der Polizei – statistisch gesehen jede Woche.
Update: Ein anderer Einsender kommentiert:
es bleibt natürlich ein riesiger Unterschied, ob jemand bei einem Wohnungseinbruchsdiebstahl auch noch Gewalt anwendet oder nicht! Wer "nur" einen Wohnungseinbruchsdiebstahl begeht, hat zB keine Verurteilung wegen einer Körperverletzung zu befürchten, im Übrigen hat das Gericht immer die Geamtumstände der Tat zu würdigen.
Den identischen Strafrahmen könnte man meines Erachtens nach wenn überhaupt dahingehend interpretieren, dass man sagt ein Wohnungseinbruchsdiebstahl kann genau so schlimm sein wie ein Raub. Ein Raub ist es übrigens auch, wenn ich dir den Euro aus der Hand nehme, indem ich deine Finger auseinanderbiege um an den Euro dranzukommen. Oder dir deine Handtasche weg reiße, während du versuchst, sie festzuhalten.
(Danke, Ingemarie)
Die Polizei von Mecklenburg-Vorpommern will künftig den Mobilfunk auf ganzen Straßen- und Autobahnabschnitten überwachen dürfen. Immer dann, wenn es sich um die "vermutete Fahrstrecke" eines Tatverdächtigen handelt, sollen Beamte dazu befugt sein, die Daten von Handys zu erheben, die sich zu einem bestimmten Zeitpunkt entlang dieser Fahrstrecke bei ihrem Netzanbieter eingeloggt haben.
the National Measurement Institute wants warrantless access to Australians’ metadata to help them hunt down supermarkets skimping on portions.
Äh… vielleicht war der erste Teil Missverständnis? Das mit den Metadaten? Nein!The NMI is one of 61 agencies that has applied to the attorney general, George Brandis, to be classed as a “criminal law-enforcement agency” in order to gain warrantless access to telecommunications data.
Tja. Wo ein Trog ist, sammeln sich die Schweine.
Regelmäßig fragte der 50-Jährige, der auch als Gemeinderat und Vorsitzender des Sportvereins tätig war, laut einer Ermittlungsakte alle polizeilichen Daten und Vorgänge zu seinem Wohnort im Landkreis Kitzingen ab - bis in die 1990er Jahre zurück.Wo ein Trog ist, sammeln sich die Schweine.
Was wohl passiert, wenn die merken, dass die Auflösung von GPS im Allgemeinen nicht reicht, um die Straßenseite sicher zu erkennen? (Danke, James)
"Ein paar Prozent" vom Umsatz seien doch fair, meint [Telekom-Chef] Tim Höttges, wenn Unternehmen ihre neuen Dienste auf dem Netz der Carrier anbieten.Klar, wenn die Telekom alle ihre Subventionen zurückzahlt und von den Internet-Endkunden kein Geld mehr nimmt. Dann wäre es zwar auf eine gewisse Art fair, aber immer noch Scheiße. Aber was anderes kennt man bei der Telekom ja auch nicht.
Tja. Wo ein Trog ist, kommen die Schweine.
Inspector General Michael E. Horowitz said that between 2004 and 2009, the FBI tripled its use of bulk collection under Section 215 of the Patriot Act, which allows government agents to compel businesses to turn over records and documents, and increasingly scooped up records of Americans who had no ties to official terrorism investigations.
Wie immer halt. Wo ein Trog ist, sammeln sich die Schweine.
Das Transatlantische Freihandelsabkommen könne wie ein kostenloses Konjunkturprogramm wirken, prophezeit Tauber: „Deutschland wird als die führende Exportnation Europas davon besonders viel Nutzen ziehen können.“ Fast nebenbei könne das Transatlantische Freihandelsabkommen auch einen wertvollen Beitrag dazu leisten, die bestehenden Risse im transatlantischen Verhältnis zu kitten.Ach so, na dann. Klar, dafür machen wir es uns gerne im Verdauungstrakt der Amerikaner bequem. Wenn es das angeschlagene Verhältnis mit den Amerikanern kittet, dann lassen wir uns von denen doch gerne einen Betoneinlauf geben! War ja schließlich unsere Schuld. Da sollten wir schon bereit sein, ein paar Opfer in Kauf zu nehmen, um das wieder zu reparieren!
Nun kennt ihr ja sicher auch die alte Maxime: Wo ein Trog ist, kommen die Schweine. So auch in Holland. Da hat das Finanzamt jetzt diese Daten angefordert, weil sie mal gucken wollen, ob die Eigentümer von geleasten Autos korrekt angegeben haben, wieviel der Fahrten dienstlich und wieviel privat sind. Nur eine Firma wollte die Daten nicht sofort rausrücken. (Danke, Jessica)
Wobei, das könnten auch die ganzen Wähler sein, die der CDU weggelaufen sind, wenn man Verlust der CDU abzieht hat die FDP 0%. Schade, dass die SPD so viele Stimmen hat. Jetzt werden die wieder glauben, sie hätten das Mandat der Bürger und könnten einfach durchregieren.
Wie heißt es so schön? Wo ein Trog ist, kommen die Schweine.
Update: Bezüglich des Trogs sei noch darauf hingewiesen, dass 2009 die Vorratsdatenspeicherung gerade frisch angeschaltet war. Insofern passt das richtig gut.
Der Leyendecker von der Süddeutschen, das hat mich echt schockiert. Den hielt ich mal für einen seriösen Journalisten. Der hat gerade das Image der Süddeutschen auf Jahre beschädigt. Ich glaube nicht, dass die das überhaupt jemals wieder reparieren können.
Alle, die nicht mit am Trog hängen, sind kritisch. Und ich wette mit euch: wenn der Spiegel nicht mitleaken dürfte, wäre er mit Sicherheit auch dagegen.
Das Image der Schweizer Banken ist stellvertretend durch Postfinanz komplett im Arsch, da würde ich nichtmal mein Dosenpfand zwischenlagern.
Wie kann man denn bitte als Journalist nicht für Wikileaks sein? Das ist eine Quelle für nachrichtenwürdige Inhalte, aus denen man Stories und Profit schlagen und seinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Werden die alle fürs Stillhalten bezahlt oder wie? Die können doch nicht alle ihr Hirn an der Garderobe abgegeben haben?! Man muss echt suchen, bis man mal positive Kommentare findet. Ich hätte jetzt in allen Leitmedien flammende Pro-Wikileaks und Pro-Whistleblowerschutz-Kommentare erwartet, denn davon leben die doch, dass Insider brisante Daten leaken!
Theoretisch könnte norwegische Wasserkraft den Strom von 60 europäischen Atomkraftwerken ersetzen. Doch dazu braucht man Leitungen durch die Nordsee.Das Problem ist: Kraftwerke dürfen laut den deutschen Klientelpolitik-Gesetzen immer Strom ins Netz einspeisen. Kraftwerke. Nicht Seekabel. Wenn die Atommafia also keinen Bock hat, von Norwegischem Ökostrom von ihrem Trog verdrängt zu werden, dann… produzieren sie einfach mehr Atomstrom, und schon darf das Norwegenkabel keinen Strom mehr ins Netz speisen.
Und wer jetzt denkt, hey, das ist doch nur eine Verschwörungstheorie, sowas würden unsere ehrenwerten Stromkonzerne nicht tun: doch, tun sie jetzt schon, mit den Windfarmen. Damit sich das bloß nicht rechnet mit der Windenergie. Damit das weiter ein Subventionsgeschäft für den Staat bleibt. Und damit man argumentieren kann, Atomenergie sei wichtig für Deutschland, unersetzlich gar.
Ohne Regelung könnte der Strom aus Norwegen einfach abgeklemmt werden, so wie schon heute Windkraftanlagen abgehängt werden, wenn zu viel Atomstrom das Netz blockiert. Zuständig ist Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle. Er müsste der Kraft NAV nur das Wort "Seekabel" hinzufügen. Doch das Ministerium schreibt an NorGer, man sehe derzeit "kein Änderungsbedarf".Und das ist nur einer der vielen Vorteile, die uns die Privatisierung gebracht hat!1!!
Spannenderweise ist norwegischer Ökostrom auch noch 1/3 billiger als unser Strom. Von irgendwas müssen ja auch die Bosse der Energiekonzerne ihre Boni bezahlen! (Danke, Anselm)
Die offizielle Stellungnahme der PTB zum NEDAP-Desaster wird von Heise wie folgt zusammengefaßt: